Vom trockenen Red Center in den tropischen Norden: Katherine

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Wie schon gestern, so ist auch der heutige Morgen ein regelrechter Hitzeschock für uns. Suchten wir sonst die Sonne zum Zmorge, weichen wir heute in den Schatten aus. Kaum zu glauben, dass es im Süden bei Elisabeth und Martin in Moriac winterlich kalt ist, während es hier im Norden des gleichen Kontinents brütend warm ist. Wobei wir auch gut 2’200 km per Luftlinie von den beiden entfernt sind. Gefahrene Kilometer sind es knapp 4’000.

Während Ma sich mit unseren Reisekosten auseinandersetzt (zum Schluss geht der Daumen hoch 😅) arbeitet Jo etwas am Reisetagebuch. Entspannt angehen lassen, war gestern das Zauberwort für heute. Schliesslich ist es heute bis nach Katherine nur halb so weit, wie es gestern hierher war.

Anscheinend kommen alle von Norden herunter, wir sind fast die einzigen die in Richtung Katherine fahren. Noch immer sind wir auf dem Stuart Hwy unterwegs, der allerdings in Darwin zu Ende geht, oder seinen Anfang nimmt, ganz wie man will…

Ohne Zwischenstopp geht es heute direkt durch bis Katherine. Diese Stadt ist mit ihren 6’000 Einwohnern die 5. grösste Stadt im Northern Territory. Hier unterhält die australische Luftwaffe einen ihrer wichtigsten Luftwaffenstützpunkte, der allerdings auch zivil genutzt wird.

Schnell wird der Kühlschrank aufgefüllt, wobei die Kassenschlangen wegen des Feiertags am Montag schon fast quer durch den Supermarkt gehen.

Jetzt geht die laaange Gerade wirklich bis zum Horizont. Die Umgebung ist nicht mehr ganz so karg
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Unsere Reservierung scheint irgendwie im System des Riverview Campgrounds so halb verloren gegangen zu sein. «Jein» würden wir jetzt sagen. Nach etwas Rumpröbeln seitens der verschiedenen MitarbeiterInnen bekommen wir einen Plan in die Hand gedrückt, wo wir platziert sind. Jo fragt ganz höflich, ob sie vielleicht noch einen anderen Platz frei hätten, nicht gleich neben den «Ameneties», den Duschen und WC’s. Diese sind nach alter Erfahrung nachts immer beleuchtet und würde uns etwas den Schlaf rauben. «Dann müsstet ihr euch an an den Rand des Campgrounds stellen», wird uns etwas unfreundlich beschieden. Ok, für 2 Nächte geht es schon, denken wir uns nach ein wenig hin und her.

Kaum haben wir uns hingestellt und ausgerichtet, kommt eine der Mitarbeiterinnen an und erklärt uns ganz freundlich, dass die neue Kollegin noch in der Lernphase ist und etwas durcheinandergebracht hatte. Unser richtiger, eigentlich ursprünglich festgelegter Standplatz ist noch eine Querstrasse weiter. Wir bedanken uns recht herzlich und meinen, dass ja jeder mal neu anfing. Unser neuer (richtiger) Platz ist wunderbar.

In Gehdistanz zum Campground liegen die Katherine Hot Springs, die von den anderen Reisenden recht rege genutzt werden. Wir sind heute zu müde dazu und haben keine Lust, uns in die warmen Fluten zu stürzen. Ma macht noch einen kurzen Spaziergang, um zu Rekognoszieren: „Toll sieht dies aus, mein Mann, da müssen wir morgen früh unbedingt hin!“ meint sie, als sie zurück kommt.

Nach dem Znacht können wir das erste Mal seit Monaten wieder bis zum späteren Abend gemütlich draussen sitzen. Es hat weder lästige Fliegen noch blutsaugende Mücken und ist angenehm mild. Einfach herrlich!

Hier im Campground ist es fast so eng und voll wie in einem Hasenstall und doch haben wir unsere Ruhe. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir mit unserer Ankunft den Altersdurchschnitt etwas nach UNTEN gedrückt haben 🤣.

 

 

 

 

 

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