Die Nacht war kalt, aber nicht frostig. Obwohl heute schon Dienstag ist, fangen die Bauarbeiten an einer der beiden Cabins neben uns erst heute an. So hatten wir gestern noch Schonfrist. Wahrscheinlich ist es dafür dann heute um so lauter… Jo dreht Eneli etwas mehr in die Sonne, damit es schneller warm wird. Auch wenn die Sonne scheint, kann von Wärme nicht die Rede sein. Ausserdem fegt ein recht starker Wind über den Platz.

Diese ganze Online-Sucherei hält uns immer noch ziemlich auf Trab. Und so, wie es sich anfühlt, wird dies wahrscheinlich auch noch ein ganzes Weilchen so sein ☹️
Kurz bevor wir losfahren kommen schon wieder die ersten Nachbarn an. Einer davon fällt besonders auf, da er einen besonders langen Parkplatz in Anspruch nehmen möchte – aus offensichtlichen Gründen:

Entgegen der ersten Annahme behalten wir unsere fast leere Gasflasche noch. Die Anzeige ist schon nah am gelben Bereich. Doch beim Ausbau merkt Jo, dass da mindestens für die nächsten 3 Tage noch genügend Gas drin ist. Wir wollen es ja nicht verschwenden. So kommt die nette Ladenbesitzerin schliesslich doch nicht zu einem Geschäft mit uns…
Heute wollen wir noch etwas weiter hier im „Wildflower Country“ bleiben. Besonders die für Jo etwas unscheinbare Pflanze Whreat hat es Ma angetan. Deborah hatte diese extra in einem Plan eingezeichnet.
| Lechenaultia macrantha, allgemein bekannt als Whreat-Lechenaultia bzw. in Deutsch Kranzblume oder Kranz-Leschenaultia, ist eine blühende Pflanzenart aus der Familie der Goodeniaceae und kommt endemisch im Landesinneren im Südwesten von Westaustralien vor, d.h sie ist nirgendwo sonst auf der Welt und nur in einem Gebiet von ca. 100 x 400 km zu finden, was sie zu einem einzigartigen Naturschatz des Staates und zum touristischen Aushängeschild der Wildblumenblüte macht. Es handelt sich um ein niedrig wachsendes, kranzartiges Kraut oder einen Halbstrauch mit schmalen, eher fleischigen Blättern und gelben Blütenblättern mit dunkelrosa oder roten Flügeln. |
Auf dem Weg zum abgelegenen Ort, wo die Kranzblume wachsen und blühen soll, begegnen wir auch noch anderen Blumenfreundinnen. Die Blumenfreunde sind eher die Chauffeure der Blumenfreundinnen… Jo ist da schon etwas anders. Er macht sich schon mit auf die Suche nach dem heissbegehrten Objekt.
Etwas abseits im Naturreservat, an einem etwas entlegenen Ort, liegt sie plötzlich unscheinbar vor uns. Nur ein Holzpfeil aus Ästen hat uns den Weg gewiesen. Damit sie auch nicht übersehen werden, sind die einzelnen Pflanzen auch noch mit Astwerk umrandet. Gerade so, als hätte wer ein Beet gemacht. Nachdem Ma erst schon aufgeben wollte, ist sie nun recht begeistert, diese seltene Pflanze doch noch gefunden zu haben.
Zufrieden rollen wir weiter, Latham entgegen. Hier soll es ein Community Center geben, das Ma als heutigen Übernachtungsplatz für uns auserkoren hat. Bei den gut 30 km, die noch zu fahren sind, können wir es uns leisten, langsam dahin zu cruisen.
Das Community Center besteht aus etwas ausrangierten Tennisplätzen, einem Kinderspielplatz, einer genauso ausrangierten Driving Range, einem BBQ und einer recht grossen, freien Schotter-Parkfläche. Sehr zur grossen Freude aller Reisenden, die hier Station machen, gibt es hervorragende sanitäre Einrichtungen – das Ganze kostenlos bzw. auf Spendenbasis.
Ma nutzt die frühe Zeit zur Arbeit. Jo spaziert währenddessen auf die andere Strassenseite und bewundert den kleinen Natur-Kunstpark. Hier treffen alte ausrangierte Dinge des täglichen Bedarfs, sowie alte ausgediente landwirtschaftliche Maschinen und Geräte auf etwas modernere Kunst. JoMa sind immer wieder verwundert und äusserst positiv überrascht, wie gepflegt solche Parks selbst in entlegenen und kleinen Ortschaften sind.
Ma befürchtete schon, dass im Community Center heute Abend etwas los sein könnte. Schliesslich ist es ja sehr gepflegt und gut ausgestattet. Doch ihre Befürchtungen treten zum Glück nicht ein. Als der Mond am Horizont aufgeht, liegt schon tiefe Ruhe über dem kleinen Ort. Nur ein Road Train hält noch am Abend. Doch nur so lange, wie der Fahrer für eine heisse Duschi benötigt. Ab dann breitet sich die Stille wie das Mondlicht über die Landschaft aus.

Das BOM (Bureau of Meteorology) mit seinem Wetterbericht sagt für morgen Sonne voraus. Hoffen wir, dass es so bleibt und wir davon etwas abbekommen…






























Schreibe einen Kommentar