Es ist kurz nach 6 Uhr als Jo durch die ersten Sonnenstrahlen geweckt wird, die sich in seine Augen schleichen. Zu diesem wunderschönen Morgen gehört jetzt einfach ein heisser Kafi! Wir geniessen einen malerischen Sonnenaufgang. Anschliessend ist der Himmel mal blau, dann mal wieder wolkenbedeckt, was sich den Tag über verfestigt.
Zum Glück schaut Ma zufälligerweise auf das Kühlschrank-Thermometer und sieht, dass es innen fast genauso warm wie draussen ist! Spielt da etwa der schon ausgebaute Konverter doch eine Rolle für die Stromversorgung des Kühlschranks? Nachdem Jo ihn mit einigem Misstönen wieder eingebaut hat und Manaaki startet, springt der Kühlschrank auch wieder an. Damit der Kühlschrank nicht zu einem Backofen mutiert, lässt Jo doch recht widerwillig mal den Motor laufen. Siehe da, der Kühlschrank läuft auch wieder von allein, auch wenn er schon den ganzen Tag und den ganzen Abend benötigt, um wieder einen kühlen Kopf zu bekommen. Aber vielleicht war auch nur die Batterie schon etwas leer…
Mittlerweile frischt es auf und eine steife Brise fegt uns um die Ohren, wobei sich auch ein paar Regenschauer dazu gesellen.
Nachmittags, als sich der Campground sichtlich leert, werden aus den anfänglich vereinzelten Regentropfen wahre Sturzfluten, die vom Himmel kommen. Es wird ein richtig schwerer dunkler Regentag! Immer wieder wechselt sich normaler Regen mit Starkregen und dazugehörenden Windböen ab.
Zum Tainui Campground, unserer nächsten Schlafstation, sind es nur wenige Minuten zu fahren. Erst finden wir die Einfahrt nicht, später harren wir wegen der sintflutartigen Regenfälle in Manaaki vor dem geschlossenen Tor zum Campground aus. Damit uns nicht während des Wartens langweilig wird, versucht Ma eine gute ½ Stunde, die Zahlenkombination für das Tor von einer Serviceangestellten in der allgemeinen Hotline zu erfahren. Diese arme Angestellte versucht an diesem Sonntagabend wirklich alles und tatsächlich kann sie Zahlenkombination in Erfahrung bringen.
Um das Tor zu öffnen, wagt sich Ma noch vor dem Eindunkeln in den Regen. Erst hadert sie etwas mit der Kombination, dann geht’s ganz schnell. Trotz Jo’s Lichtgeschwindigkeit wird Ma nass bis auf die Unterhose.
Der Campground liegt auf einer Kuppe. Statt auf der Wiese, die aussieht wie ein kleiner Sumpf, bleiben wir auf der Strasse stehen. Plötzlich tropft es in Manaaki wieder von der Decke herab. Die Aktion mit dem Silikonspray hat leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Dann streikt auch noch der Kühlschrank. Irgend etwas stimmt mit dem Strom nicht. So sinkt die schon angeschlagene Laune auf minus unendlich…
Immer mal wieder setzt der Regen aus, doch der Wasserfall läuft weiter die Wand herab. Irgendwann hört erst der Regen draussen, später als wir schon im Heihabettchen liegen, auch der Rest im Innern auf.
Morgen wird uns Tony mit Rat & Tat zur Seite stehen, wie wir das (hoffentlich) alles beheben können.













Schreibe einen Kommentar