Der heutige Tag beginnt so, wie der gestrige: Sonnig, warm und windstill. Anscheinend kommt der etwas garstige Wind erst nachmittags auf. Uns soll es nur recht sein 😎
Rechtzeitig machen wir uns auf den Weg nach Waihi Beach. Der Weg führt in grobe Richtung Coromandel Peninsula und ist entsprechend befahren. An vielen Stellen des Küsten Highways entlang kommt es immer wieder zu Baustellen. Entweder wird die Fahrbahn erneuert, oder gleich auf eine weitere Spur erweitert…
Als wir bei Roman und seiner Familie zu Hause vorfahren, haben wir noch genügend Zeit bis zur Pre-Purchase-Inspection. Roman ist gerade 19 und möchte sich auf der Südinsel in Nelson zu einem Piloten ausbilden lassen. Weil diese Ausbildung sehr teuer ist, möchte er während dieser Zeit in einem Van leben und so die Wohnkosten senken. Er und sein Vater Steve sind von Manaaki sehr angetan und lassen sich alles ganz genau zeigen und erklären. Während die beiden eine Probefahrt machen, hocken wir beide derweil im heimischen Wohnzimmer und fangen schon etwas mit unserer täglichen Schreibarbeit an.
Wie die Kiwis so sind, gibt es viel Spielraum. Als Manaaki in der Inspektion ist, sind wir uns selbst überlassen. Als in der Küche ein paar Bratkartoffeln auf dem Herd brutscheln und uns das Wasser im Maul zusammenläuft, heisst es noch lange nicht, dass wir auch gefragt werden, ob wir Hunger hätten, oder etwas davon abhaben möchten. Ganz nach dem legeren Motto: «Help yourself»!
Weil die Inspektion so um 1 Std. dauert, gehen wir auch nicht gross in ein Resti essen, sondern gönnen uns einen Salat aus dem Supermarkt, den wir bei diesem herrlichen Wetter auf einer Parkbank verzehren.

In der Garage wird nach dem Grund für das Silikon auf dem Dach gefragt und angemerkt, dass die Schaltung etwas ausgeleiert sei und evtl. über ein neues Getriebe nachgedacht werden sollte. Einen richtigen Bericht gibt’s nicht, aber das war so der erste schnelle Eindruck des Garagisten.
Das alles stimmt Roman nicht gerade froh. Er will sicher sein, dass keine weiteren Kosten auf ihn zukommen und dass er auch im Winter auf der Südinsel bequem im Auto leben kann. Wir haben das Gefühl, dass Roman sich nach einem anderen Van umschauen wird. Er meint, dass er uns bis spätestens morgen Bescheid geben wird. Ma ist nur noch sehr gedämpfter Laune danach.
Während Ma hier in der Nähe nach einem Stellplatz sucht, schreibt Jo nochmals Heidi (ihr erinnert euch an unsere ersten Interessenten von der Südinsel aus Ngatimoti?) an.
Ein Silberstreif am Horizont. Erst gestern sprachen sie noch von uns . Sie und Gion sind immer noch interessiert. Gion sei noch unterwegs und sie würden sich später nochmals bei uns melden…
Heute machen wir keine grossen Sprünge mehr und suchen uns hier in der Region einen Platz. Zwei schöne Freedom Campgrounds, die wir in der Nähe anfahren sich schon ausgebucht, beim dritten Freedom Campground finden wir einen guten Platz für die Nacht. Während Ma einen Spaziergang entlang der Beach macht, unterhält sich Jo mit den Nachbarn.
Und es kommt, wie es kommen musste: Nach dem Znacht bekommen wir von Roman die Nachricht, dass er sich weiter auf die Suche nach einem anderen Van machen wird. Unser Manaaki scheint ihm doch nicht der Richtige zu sein; zu sehr hätte er sich nach der Decke strecken müssen. Jetzt ist bei uns erstmal die Luft etwas raus.
Morgen mit dem Zmorge-Kafi sieht die Welt bestimmt schon wieder besser aus!






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