Als wir heute morgen aus Manaaki krabbeln, brutscheln unsere Nachbarn schon ihre Pancakes in der Pfanne und wir haben noch nicht einmal einen Kafi intus. Der erste Blick aus dem Fenster verheisst einen nebeligen Tag, an dem die Sonne nicht recht durch die Wolkendecke brechen mag.
Jay und seine Familie sind unsere direkter Zeltnachbarn. Neugierig interessiert kommt er auf einen Smalltalk zu uns herüber. Irgendwie kommen wir im Gespräch auf unsere Reise zu sprechen. Er ist ja schliesslich aus North Carolina, USA, und ist sehr an unseren Reiseerlebnissen interessiert.

Vor vielen Jahren war an einer Schule in Guatemala beim Acatenango tätig, dort hat er dann auch seine neuseeländische Ehefrau kennen gelernt. Als wir die Fotos von unserer Vulkan-Wanderung zeigen, kommen nicht nur bei uns Erinnerungen hoch. Während sie vor vielen Jahren mit dem Velo von Kanada bis nach Guatemala unterwegs waren, trafen sie ein fahrradfahrendes Schweizer Paar aus Alpnach, mit dem sie noch heute befreundet sind. Mittlerweile ist Jay Professor an der Uni Auckland, besitzt auch die neuseeländische Staatsbürgerschaft und ist nicht nur wegen der aktuellen Weltlage froh, hier heimisch geworden zu sein. Wir scheinen so vertrauenswürdig zu sein, dass er uns einlädt, doch am Ende unserer Reise ein paar Tage bei ihnen zu verbringen 🤗

Als alle anderen runter an die Beach gehen, machen wir uns zu einer Wanderung auf. Mal schauen, ob wir einmal um die Landzunge herumkommen. Um es vorwegzunehmen: Leider plagt Ma doch ihre Hüfte zu sehr. Trotzdem wird es eine schöne und interessante Wanderung, die uns auch ein Stück durch den dichten Mischwald führt. Dort zwitschern und singen auch tagsüber viele Vögel!
Gesang der Maorihonigfresser (Anthornis melanura): Bitte Ton auf laut stellen!
Jetzt muss erst ein kleines Zvieri her, bevor sich Ma doch noch etwas in die rauschenden Fluten stürzt. Um uns herum herrscht ein fröhliches Treiben. Kinder auf ihren Wakeboards, oder nur auf einem einfachen Stück Pappe, rutschen den gegenüberliegenden, hohen Grashügel hinunter. Natürlich wird auch Cricket gespielt. Möwen hüpfen auf der Suche nach Futter zwischen den Zelten umher und ab und zu schreit ein Pukeko im Dickicht. So neigt sich der sonnige Nachmittag seinem Ende entgegen.
Nach dem sonnig heissen Tag und Ma’s Kurzbesuch im Meer wird heute unsere Outdoor Duschi eingeweiht. Generös lässt Jo Ma den Vortritt. Etwas später gönnt auch er sich eine kühle Brause-Erfrischung. Da hat Tony doch mal was Feines installiert 😊
Während der Halbmond an diesem lauen Herbstabend immer höher in den nächtlichen Himmel steigt, scheinen alle um uns herum den Abend in einer ausgelassenen und fröhlichen Stimmung zu geniessen.
Wohin es uns morgen verschlägt, werden wir erst morgen ausmachen 😁
















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