Laut Wettervorhersage sollte eigentlich den ganzen Tag die pralle Sonne vom Himmel lachen. Aber nichts ist beständiger als der Wetterwandel.
Hier in Leigh ist Check-out erst um 12 Uhr, was uns beiden Pensionären ganz recht kommt. In der gemütlichen Kitchen-Launch lassen wir so manchen kurzen Regenschauer an uns vorüberziehen. Nach einem ersten Kafi am noch «relativ frühen» Morgen gönnen wir uns zum Zmorge auch gerne auch noch einen Zweiten.
Weil uns hier niemand drängelt, doch endlich den Hof zu verlassen, sitzen wir auch noch etwas später in den gemütlichen Sofas. Der arme Lennart ist immer noch in seiner unbefriedigenden «Ich-will/muss-meinen-Camper-verkaufen-Endlosschleife» festzuhängen. Wir können dies gut nachvollziehen…

Für die Buchung für den uns schon bekannten Tawharanui Regional Park ist kompliziert nur das Vorwort. Es ist ein ständiges hin und her bis endlich alles unter Dach und Fach ist. Anscheinend gibt es für heute noch keine weiteren Buchungen. Daher meint unser freundlicher Landlord, dass wir uns ruhig Zeit nehmen dürfen, was wir uns gerne zu Herzen nehmen 🤗
Leigh liegt zwar auch nah am Meer, aber hier ist nur felsige Küste, daher machen wir uns auch erst gar nicht die Mühe mal einen Abstecher an die Küste zu machen. Tawharanui Regional Park ist nur eine knappe ½ Std. von hier entfernt. Als wir vor 3 Wochen hier waren, trafen wir Jay mit seiner Rasselbande. Als wir das Tor in den grossen langgestreckten Campground hinter uns lassen, sehen wir schon ein paar Zelte im Wind flattern. «Es sind noch Osterferien» kommt es gleichzeitig aus JoMas Münder. Aber uns erscheint es nicht ganz so voll wie damals. Dort wo wir standen, tummeln sich gerade ein paar WoMos und Autos. Gerade bei Jugendlichen scheint Tawharanui Regional Park ein beliebter Ort zu sein, um die Osterferien abzuschliessen. In kleinen Zeltgemeinschaften sitzen einige beieinander, chillen etwas bei Musik und Bier… Wir dachten eigentlich, dass hier etwas weniger los ist. Was unsere Laune nicht gerade in den Himmel hebt.

Als wir Manaaki umparken, kommen wir doch tatsächlich am alten Platz zu stehen, der jetzt verwaist vor uns liegt. Warum es uns nochmals für 2 Nächte her zog, fragt ihr euch bestimmt. Wir könnten doch auch anderes in den letzten Tagen hier in Neuseeland entdecken. Wir erinnern uns, dass uns Jay damals sagte, dass er aus dem Zelt heraus nachts ganz laut einen Kiwi habe schreien hören. Das hoffen wir nun auch zu erhören 😉
Etwas eingemummelt vor der Seitentür sitzend trotzen wir dem stürmischen Wetter. Während wir so dasitzen, laufen kreuz und quer die Pukeko über den Platz.

Nach dem Znacht hocken wir uns nochmals etwas nach draussen, um vielleicht doch noch einen Kiwi schreien zu hören. Doch ausser aufgeschreckte laut schreiende Pukekos hören wir leider nichts. Winddurchpustet und schnatternd wie die Gänse zieht es uns nach einer Weile dann doch wieder in Manaakis wärmlichen Bauch zurück.
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