Papamoa: Besuch bei Benny & Bernd

Veröffentlicht in: Neuseeland, Nordinsel | 0

Wir machen uns auf in den zähfliessenden Verkehr, der uns an Tauranga vorbei, um pünktlich bei Bernd & Benny anzukommen. Die zusätzlich eingerechnete Zeit schmilzt bei den vielen Baustellen wie Schnee in der Sonne dahin. Selbst eingefleischte Schweizer, zugegeben, Ma ist eine und auch noch Eidgenossin, könnten nicht pünktlicher sein 🤣

Nach guter alter Tradition werden wir mit Kaffee und Kuchen empfangen. Erzählten die beiden schon während der Postboot-Tour durch die Marlborough Sounds so einiges von ihrem erlebnis- und abenteuerreichen Leben, kommen wir heute aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Vor mehr 40 Jahren haben sie einen gemeinnützigen Bauernhof zur Resozialisierung von Drogenabhängigen aus dem Boden gestampft, jahrelang von der Hand ins Maul gelebt und ihn 20 Jahre später als Nullsummenspiel verkauft, vorher einige Jahre in Israel gelebt, dann vor mehr als 20 Jahren bei Vancouver in Kanada eine grosse Farm betrieben. Diese konnten sie, wegen der gestiegenen Grundstückspreise mit gutem Gewinn verkaufen. Davon konnten sie sich hier vor knapp 10 Jahren zum ersten Mal im Leben schuldenfrei dieses Haus kaufen. Vom restlichen Betrag konnten sie ihren Kindern die Studien finanzieren, so dass nun auch nichts mehr davon übrig ist. Durch ein paar AirBnB-Vermietungen kommt etwas Geld in die Familienkasse. Und Benny arbeitete bis vor kurzem noch als Lehrerin in einer Montessori-Schule.

Eine grosse rote Hibiskus-Blüte in Bernds und Bennys Garten
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Um 17 Uhr konnten wir sehr kurzfristig mit Cathy & John einen Manaaki-Besichtigungstermin hier in Papamoa abmachen. Bis dahin ist noch etwas Zeit für einen kleinen Strandspaziergang mit Benny und dem kleinen lustigen Jacky, der seines Zeichens ein Jack Russel ist. Ist das nicht passend? 😁

Nach dem Strandspaziergang stellen wir Manaaki im kleinen Motiti Reserve Freedom Camping ab. Für Übernachtungscamper sind nur 2 Plätze freigegeben. Einer ist schon mit Christian & Eric aus Dortmund besetzt.

Irgendwie verpassen wir uns öfters gegenseitig mit Cathy & John. Wobei wir erst noch denken, dass sie nur schreiben hier zu sein, es allerdings nicht sind. Doch nach mehr als 1 ½ Std. Verspätung klappt es dann doch noch. Beide geben sich mit einer wirklich kurzen Vorführung Manaakis zufrieden – eine Probefahrt wollen sie nicht machen. Sie möchten einen Van für Familienmitglieder und Freunde haben, die sie aus England besuchen und die sie so ein bisschen zum Reisen animieren möchten. Am Freitag schauen sie noch einen anderen Campervan an, der etwas weniger als Manaaki zu bieten hat, aber auch entsprechend günstiger ist. Mit einem «we keep in touch» verabschieden wir uns voneinander.

Zurück bei Bernd & Benny hat das schon angekündigte, grosse BBQ angefangen. Eine quirlig fröhliche Gesellschaft mit einer kleinen Kinderschar empfängt uns mit einem grossen Hallo. Grosse, selbst gefangene Snapper und Kingfish, die vor ein paar Stunden noch im Meer schwammen, werden auf dem Grill zu einem Gaumenschmaus zubereitet. Wer Fisch nicht mag, für den gibt es einen Berg an Chicken Wings und Beinchen, Salate und zu guter Letzt noch mit Pavlova – ein grandioses, einfach unglaublich köstliches Dessert. Das Besondere daran ist der knusprige Baiser-Boden, der innen ganz weich und fluffig ist. Getoppt wird die Pavlova Torte mit cremiger Sahne, frischen Früchten und – hier als weitere und heissgeliebte Köstlichkeit – Vanilleeis  Leider ist diese Köstlichkeit viel zu schnell in den Mündern verschwunden so das Jo sich mit dem einmaligen Genuss begnügen muss…

Heidi schickt uns noch ein Angebot für Manaaki, welches uns regelrecht erschüttert. Drei Mal sind wir jetzt Heidi & Gion wirklich grosszügig entgegenkommen, doch anscheinend reicht das nicht aus. Mit einer Wut im Bauch versuchen wir später Schlaf zu finden. Als wir uns schon lange ausgestreckt danieder gelegt haben, ist auf dem Parkplatz noch recht viel Betrieb. Mit vollen Bäuchen und vor Müdigkeit schmalen Augen fallen uns dann doch noch die Augen zu…

 

 

 

 

 

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