Diese Nacht wurden nicht nur wir gut durchgeschüttelt. Die angekündigten Windböen haben schon gestern stetig zugenommen, nur der Starkregen lässt Gott sei Dank noch auf sich warten.
Wegen der gestrigen Zeitumstellung sind wir heute eine Stunde früher wach und begnügen uns hier am Campground, der sich doch zusehends leert, mit nur einem Kafi zum Zmorge. Auf dem Weg retour – es gibt nur diese eine (Schotter-)Strasse – planen wir unterwegs einen Zmorge-Halt in einem Café zu machen, das auf Ma einen guten Eindruck macht; die Bewertungen sind gut und es sieht auch recht ordentlich aus.
Heute ist auf der einsamen Strasse recht wenig los. Grösstenteils sind wir die einzigen die unterwegs sind. Gestern sah es noch ganz anders aus. Nach einer ¾ Std. kommen wir auch schon an. Genau der richtige Zeitpunkt für die morgendliche Stärkung. Schnell sind die beiden Bestellungen aufgegeben. Die Kafi kommen auch recht schnell, die beiden Breakfast eher slow als fast… Unsere Bestellungen sind nicht gerade unter den Tisch gefallen, aber anscheinend auch nicht weit davon entfernt. Komisch, nicht immer, aber immer wieder, sind wir doch recht enttäuscht von einem neuseeländischen Frühstück. Entweder zu salzig oder zu fettig, oder auch beides… Jedenfalls liegen sie uns doch immer recht schwer im Magen
Weiter geht’s, statt in den angedachten Holiday Park, in denen wir uns immer wie in einer Sardinendose vorkommen, konnte Ma während der Fahrt noch eine schöne Lodge ausfindig machen. Also nichts wie hin. Dort wollen wir bei dem vorausgesagten Starkregen am Abend unterkommen. Jetzt ist schon Warnstufe Orange ausgerufen worden!
Als wir die Abzweigung nehmen, die uns zur Lodge führt, landen wir auf einer 10 km langen Schotterpiste. Spontan kommt uns in den Sinn, dass diese morgen nach dem Regen wohl eher einer Schlammpiste gleichen wird – schon jetzt ist sie voller grosser Pfützen und teilweise glitschig. «NEIN, das machen wir auf keinen Fall!», sagen wir uns.
Trotzdem fahren wir heute einen Ausflug bis ans Ende dieser Strasse, dort liegt nämlich die sagenumwobene Ninety Mile Beach, DER Strand der wirklich 90 Meilen lang sein soll…
| Der Ninety Mile Beach an Neuseelands Nordspitze ist ein spektakulärer, rund 88 km (ca. 55 Meilen) langer Sandstrand an der Westküste. Entgegen seinem Namen ist er keine 90 Meilen lang, gilt aber als offizieller Highway. Bei Ebbe ist er für Allradfahrzeuge befahrbar, und wird oft als Alternative zum SH1 genutzt. Highlights sind die riesigen Sanddünen von Te Paki, und eine der besten linkshändigen Surfwellen der Welt, Angeln und atemberaubende Sonnenuntergänge. Er erstreckt sich von Ahipara bis zum Cape Reinga. Somit ist die Nintey Mile Beach ein fast endloses Strandparadies. |
Ausser uns beiden, ein paar Terns am breiten Strand und ein paar vereinzelten Möwen lässt sich hier heute niemand blicken.
OK, dann fahren wir doch eben zur Sardinendose. Als wir im Hihi Beach Holiday Park ankommen, sehen wir zu unserer Freude, dass er so gut wie leer ist und dass die einzelnen Stellplätze doch noch etwas Platz um sich haben. Heute buchen wir ohne Strom, den haben wir noch selbst. Wie es morgen wird, sehen wir dann.

Das WoF können wir heute doch nicht organisieren. Auch wenn am Ostermontag einige Geschäfte offen haben, sind die meisten Handwerksbetriebe doch geschlossen. So auch die WoF-Garage.

Im Campground versucht Jo noch den Fehler für das nicht funktionierende Positionslicht vorne rechts zu finden. Denn das wurde in der Pre-Purchase-Inspection bemängelt und ist für das WoF vorgeschrieben. Auch wenn er so manches ausprobiert, hilft es nichts: Da müssen wir wohl oder übel noch vorher zu einem Autoelektriker gehen…
Doch das alles geht erst morgen!













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