Tongariro Nationalpark

Veröffentlicht in: Neuseeland, Nordinsel | 0

Die ganze Nacht regnet immer wieder heftig; so richtige Gewitterregen, die in unserer kleinen «Notbucht» und den vielen Bäumen darum herum, die Tropfen lautstark auf Manaakis Dach trommeln lassen.

«Schön, dass wir hier einen Campground «mit allem» haben», denkt sich Jo, als er früh morgens in Erwartung einer warmen Duschi zum WC-Häuschen geht. Doch all seinen magischen Zauberkräften zum Trotz, entlockt er seiner Duschi nur eiskaltes Wasser. Nach diesem recht frostigen Erlebnis fragt er einen Kollegen, der auch gerade seine Duschi zähneklappernd verlässt, ob er weiss, wie das mit dem warmen Wasser funktioniere. Anscheinend sind wir zu früh, obwohl er etwas von 7 Uhr genuschelt hat, und es schon fast halbi achti ist…

Der Campground versprüht eher den Charme eines Durchgangsbahnhofs und lädt uns daher auch nicht dazu ein, weitere Nacht verbringen.

Für uns geht’s nach dem Check-Out weiter die Strasse hoch am Vulkan Mt. Ruapehu. Im Iwikau Village tummeln sich im Winter die Wintersportbegeisterten. Das sieht man schon daran, dass hier 7 Skiclubs ihre eigenen Skihäuser haben. Hier wird so einiges geboten. Für jeden scheint etwas dabei zu sein. Komisch, dies alles jetzt im schneefreien Sommer zu sehen. Alles ist verschlossen, die Gondelbahn steht still und die grossen Schneekanonen stehen stumm herum. Nicht nur wegen der Off Season sind die meisten Wanderungen nicht möglich, auch die Unwetter der letzten Zeit scheinen dazu beigetragen zu haben. Leider ist auch die Gondelbahn gerade in Revision und auf den steinigen und felsigen «Pisten» werden Grabarbeiten ausgeführt. Somit können wir nicht weiter hoch in Richtung Vulkan-Kraterrand.

Landschaft im Tongariro N.P. mit Sicht auf Mt. Ngauruhoe
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Jedenfalls bleibt nur der kurze Spaziergang zur Meads Wall übrig. Wie auch viele andere Orte hier in Neuseeland diente auch dieser als Filmkulisse zu den Herr der Ringe Filmen. Als wir diese eindrückliche Vulkanlandschaft sehen, wird uns bewusst, warum dieser Ort als weitere Filmkulisse diente.

Weil uns die paar Meter als Spaziergang heute nicht ausreichen, beschliessen wir, noch die Wanderung zum Taranaki Wasserfall zu machen. Als wir zum blauen wolkenlosen und sonnenbeschienenen Himmel hinaufsehen, mögen wir kaum glauben, dass es diese Nacht noch wie aus Kübeln gegossen hat. Beklagen wollen wir uns nicht 😁

Die Rundwanderung ist um die 7 km lang und bietet uns eine schöne Aussicht auf die Vulkanlandschaft und den sprudelnden Taranaki Wasserfall.

Tongariro N.P. mit Mt. Ngauruhoe im Mittelpunkt
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Nachmittags, als wir wieder bei Manaaki zurück sind, diskutieren wir, noch gut 2 Std. weiterzufahren bis zur Whakamaru Camping Area. Dort am schönen Waikato River soll es einen tollen Freedom Campground sogar mit heissen Duschis geben. «Nichts wie hin», denkt sich Jo, als er das hört.

Die kleineren Highways und Umgehungsstrassen abseits der grossen Städte müssen sich hier in dieser Gegend nicht gross hinter dem famosen Forgotten World Highway verstecken. Heute sind wir zwar nicht so kurvenreich, dafür aber genauso landschaftlich beeindruckend unterwegs.

Insbesondere der Ausblick von einem Lookout auf den Lake Taupo ist beeindruckend sowie die Fahrt durch ein geologisch aktives Tal mit vielen Fumarolen, die heissen Dampf aus dem dichten Grün ausstossen.

Aussicht vom Ponanga Saddle View Point auf die Landschaft und Lake Taupo im Hintergrund
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Bei tiefstehender Nachmittagssonne kommen wir in der Whakamaru Camping Area an. Jo’s Befürchtung, dass wir nur uns nur noch einen «nicht so schönen Platz» aussuchen können, bewahrheitet sich Gott sei Dank nicht. Hier kommt niemand seinem Nachbarn zu nahe und für jeden gibt es einen grossen Platz am breiten, träge dahinfliessenden Waikato River, der weiter unten gestaut ist. Die warmen Sonnenstrahlen geniessend lassen wir es uns mit einem feinen Apéro gut gehen.

Wir übernachten 2 Tage im friedlichen Lake Whakamaru Reserve
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