Kunst am Stillen Örtchen in Kawakawa

Veröffentlicht in: Neuseeland, Nordinsel | 0

Pünktlich geht’s für uns los, um mit Manaaki bei Auto Tech in Wangarai vorzufahren.

In der kleinen Ortschaft Kawakawa machen wir einen Halt bei einem «Stillen Örtchen». Dafür ist die Kleinstadt berühmt geworden.

Te Hononga: Eingang zum Hundertwasser Memorial Park
Mo_20260409__MBA03426
previous arrow
next arrow
 

 

Die Hundertwassertoilette ist eine öffentliche Toilette in der Gilles Street 60, der Hauptstrasse der Ortschaft Kawakawa auf der neuseeländischen Nordinsel.

Die Toilette wurde von Friedensreich Hundertwasser, der von 1973 bis zu seinem Tod 2000 in Kawakawa lebte, in dem für ihn typischen Stil mit geschwungenen Linien, unregelmässigen Keramikfliesen, integrierten Kleinskulpturen, farbigen Gläsern und einem in die Architektur einbezogenen Baum gestaltet. Die Toilette wurde 1999 eröffnet. Funktional unterscheidet sie sich nicht von anderen Bedürfnisanstalten.

Die Toilette ist die Hauptattraktion von Kawakawa und die meistfotografierte Toilette Neuseelands. Die Zahl der fotografierenden Besucher übersteigt diejenige derer, die die Anlage als Toilette nutzen, bei weitem. Hundertwasser legte bei der Umgestaltung selbst Hand an, unter anderem gestaltete er die Säulen eigenhändig und setzte sie mit Keramiken aus Asien zusammen. Eine Flaschenwand liess er in Anlehnung an das „Bottlehouse“ auf seinem Anwesen gestalten. Auch für die Bewaldung des Daches sorgte er selbst. Für die Front des Gebäudes suchte er eine Platane aus und für die Rückseite einen Tulpenbaum. In die Gestaltung eingebunden waren Künstler der Maori und der Künstler Peter Yeates.

Die Ortschaft Kawakawa ist nicht zu verwechseln mit der Heilpflanze Kawakawa.

Kawakawa, die einheimische Heilpflanze, Piper excelsum:
Die Pflanze ist zentraler Bestandteil der traditionellen Māori-Medizin (Rongoā). Die herzförmigen Blätter werden für Tees, Balsame und Tinkturen gegen Schmerzen, Verdauungsprobleme, Hauterkrankungen und Entzündungen verwendet. Die Blätter haben einen pfeffrigen Geschmack, und werden oft zu einem Tee aufgekocht, während die orangefarbenen Beeren im Sommer essbar sind und süsslich schmecken. Die Blätter sind oft von den Raupen des Spannermotten-Falters durchlöchert, was als Zeichen für eine hohe Wirkstoffkonzentration.

Pünktlich, wir können halt nicht anders 🤗, kommen wir bei Auto Tech in Wangarai an. Erst heisst es, dass kurz Mittagspause ist und wir doch in der Lounge oder im Café nebenan bis 12.30 warten sollten. Dann geht’s doch etwas schneller. Nach 10 min. sind wir etwas schlauer, auch wenn wir das eigentlich so nicht sein wollten: Die LED Positionslichter haben einen Wackelkontakt und da sei leider nichts zu machen. Einzeln gibt’s die leider nicht, es muss der ganze Scheinwerfer ausgetauscht werden. Sie versuchen entweder ein gebrauchtes oder ein neues Ersatzteil aufzutreiben. Sie machen sich sogleich auf die Suche und rufen uns heute so gegen 16.30 an, Dann hören wir ob bzw. wie es klappen könnte.

Wir machen uns in den wenige Kilometer entfernten Freedom Campground an der Parua Bay auf. Zwei von vier Plätzen sind schon besetzt. Wir müssten uns noch in die Mitte dazwischen quetschen. Wegen des vielen Regens der vergangenen Tage sind die grossen Rasenflächen immer noch wahre Sumpflandschaften. Da niemand mit seinem Wagen auf die Wiese fährt, stellen wir uns einfach auf das kurze Schotterstück.

Es ist angenehm sonnig, was uns dazu verleitet, dass wir uns draussen an dem nächsten grossen Holztisch mit Sitzbank zum Arbeiten niederlassen.

Jo muss noch Texte schreiben, Ma bäckt eines ihrer legendären Früchtebrote. Dieses ist heute einfach perfekt. Perfekt im Geschmack, perfekt im Aussehen und in der Konsistenz. «Genial» würde Cesare dazu sagen 😁. Gerne bieten wir unseren Nachbarn ein Stück dieses Wunderwerks der Backkunst zum Verzehr an. So auch dem allein reisenden Lennart aus Hamburg.

Unser Stellplatz im Freedom Campground Parua Bay
Mo_20260409__IMG_5049
previous arrow
next arrow
 

 

Weil wir doch keinen Anruf von Auto Tech bekommen, rufen wir kurz entschlossen kurz vor Feierabend selber an. Wir bekommen eine schlechte und eine nicht ganz so schlechte Auskunft. Die schlechte ist die, dass in Neuseeland kein neuer Schweinwerfer zur Verfügung steht. Man müsste ihn beim Hersteller im Ausland bestellen. Dauert 4-8 Wochen und kostet mehr als 700 NZD, aber sie sind immer noch auf der Suche nach einem gebrauchten Ersatzteil. Wie dem auch sei, heute tut sich da auf jeden Fall nichts mehr…

Weil Teilen für uns eine Herzensangelegenheit ist, teilen wir unser Znacht mit Lennart. Einen solch lustigen und kurzweiligen Abend hatten wir schon lange nicht mehr! Und weil wir alle drei morgen früh keine Eile haben, gibt’s Kafi und Jo’s SuperBowl für drei 😁.

Nach dem fröhlichen Beisammensein dürfen wir auch noch etwas an unserem Reisetagebuch weiter arbeiten…

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert