Leeren sich normalerweise die Campgrounds so über den Vormittag, sind wir heute fast die einzigen, die von dannen ziehen. Alle suchen sich einen geschützten Platz vor dem Zyklon Vaianu. Hier ist es recht windgeschützt und man hat eigentlich alles, was man möchte.
Schon gestern plauderten wir kurz mit unseren Nachbarn Michi & Juana aus Lozärn über Neuseeland und vieles mehr. Michi ist Musikchef bei Radio Pilatus und ist auch noch ab und zu auf Sendung. Bei der nächsten Sendung irgendwann im Juni hören wir bestimmt mal rein.

Es regnet und windet schon den ganzen Morgen. Ob das schon die ersten Anzeichen von Vaianu sind? Unser Weg geht von Whangarei weiter ins Landesinnere nach Ruatangata. Hier hat Ma ein kleines B&B bei Mike & Lynda für die kommenden zwei Tage gebucht.
Lennart, der Reisende aus Hamburg, weiss nicht so recht, wo er unterkommen möchte. Nach Absprache mit Mike & Lynda laden wir ihn kurzerhand zu uns ein.
Hätten wir hier in Ruatangata nicht gebucht, gäbe es sonst keinen Grund, gerade hier vorbeizufahren. Nicht dass diese Gegend hier langweilig ist, es ist einfach keine Region in dem wir ein B&B vermuten würden. Weil wir es beim Navigieren schon etwas verlernt haben den Kopf auch mal einzuschalten und nicht blind Google zu vertrauen, fahren wir erst beim Nachbarn 700 m weiter vor. Da steht jetzt schon ein WoMo denken wir uns, eine junge Frau fährt mit ihrem kleinen Wagen vor. Da ist doch was schief gegangen. Bestimmt ist unsere Reservierung unter den Tisch gefallen, weil wir uns alle schon recht neugierig anschauen. Doch schnell ist alles aufgeklärt. Wir sind bei der falschen Adresse. Keine 5 min. später biegen wir bei Mike & Lynda ein. Hier sind wir richtig.
Es sieht alles nicht nur total neu aus, nein es ist auch neu! Wir sind erst die zweiten Gäste überhaupt. Wir fühlen uns sogleich geborgen und gut aufgehoben und geniessen uns sehr, uns in dieser schönen, kleinen Wohnung gemütlich zu machen.
Unsere Landlords haben grosses Verständnis dafür, dass wir noch einen Gast mitbringen. Sie rechnen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eines Stromausfalls, so wie sie schon letzte Woche einen hatten. Weil sie vor einigen Jahren selbst 7 Jahre durch England reisten, wissen sie, wie es ist, vor schlechtem Wetter Schutz zu suchen. Natürlich darf Lennart auch auf dem Schlafsofa schlafen. Und wenn irgend etwas sei, sollen wir ruhig bei ihnen vorbeikommen.

Während es draussen immer garstiger wird mit dem Wind und den Regen, hocken wir bei Wein und gutem Essen in fröhlicher kleiner Runde zusammen.
Lennart findet es doch recht spannend sich bei so stürmischem Wetter in seinem kleinen Reisemobil vom Wind durchschütteln zu lassen. So bekommt jeder, was er möchte. Wir unser grosses warmes und trockenes Bett, er sein kleines Abenteuer.
Morgen beim Kafi wissen wir, wie die Nacht draussen und drinnen war…









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